Herbert W. Franke im Museum Folkwang

Ab dem 16. Oktober zeigt das Museum Folkwang in Essen Werke von Herbert W. Franke in der Ausstellung Kunst und Konstruktion. Im gleichnamigen Sachbuch erörterte Franke schon 1957 die Idee, dass der Computer als künstlerisches Medium verstanden werden kann.

Diese Notiz ist vor allem eine Erinnerung an mich, dass ich da unbedingt hin muss! Bis zum 10. Januar 2027 habe ich Zeit. Der Ausstellung ging eine umfangreiche Schenkung von Werken Frankes voraus, dessen Nachlass durch seine zweite Frau Susanne Päch im Rahmen der von ihr gegründeten art meets science – Stiftung Herbert W. Franke verwaltet wird. Die Schenkung umfasst Foto- und Videoarbeiten, sowie digitale Computerkunst und mathematische Visualisierungen—zum Beispiel einen Teil der Serie Math Art.

H.W. Franke tauchte während meiner Internet-Streifzüge zum Thema algorithmische Kunst immer wieder auf und wurde mit der Zeit zu einem Idol. Gerade lese ich Computergraphik – Computerkunst von ihm. Ein absoluter Glücksfall, dass ich dieses Buch in der ersten Auflage von 1971 bei Kleinanzeigen ergattern konnte!

Das Anzeigen-Photo des Buches. Zu sehen ist das Cover mit Autor, Titel und bunter Computerkunst.

Darin behandelt Franke den Aufbau von Computern, mechanische und elektronische Zeichengeräte, Computerfilm/-musik/-poesie und den Zufall als generative Instanz. Seine Fähigkeit, das Potenzial der Computerkunst in einer Zeit zu erkennen, die Robert John Landsdown in der Kindheitsphase—vielleicht sogar im Embryonalzustand verortet, ist sagenhaft. Kein Wunder, dass der gute Mann auch ein umtriebiger Science-Fiction-Autor war.

Reply via email