NRW Zine-Stammtisch in Wuppertal

Beseelt. Das ist das Wort, das es am besten trifft und das J und ich auch immer wieder benutzen, wenn wir uns auf dem Rückweg von irgendwelchen Kreativ-Events befinden oder bei einem Kaltgetränk noch etwas deflaten.

Wir saßen eben noch im RB zurück von Wuppertal nach Köln und waren also wieder beseelt. Von Wuppertal mit seinen überraschend schönen Bauten und der Schwebebahn, vom queeren Zentrum Inside:out, vom Austausch mit den anderen Zinestern und vom untrüglichen Gefühl, das gemeinsames Werkeln was Magisches hat.

Die Stimmung war anders als beim letzten Zine-Stammtisch in Gelsenkirchen. Ich würde sagen gemütlicher, kommunikativer und etwas entspannter. Auch dank der hervorragenden Location, die ihre Türen für lau (Nutzt Spendendosen, people! Ich hab es am Ende vertrieft—zum Glück kann man dem Inside:Out spenden!) für uns öffnete, klimatisiert war und gekühlte Getränke per Vertrauenskasse anbot. Es gab eine ganze Reihe von Community-Zines, bei denen man mitmachen konnte, einen Kopierer für spontane Vervielfältigung und einen Beamer für ein sehr launiges Show’n’Tell von Lui Kohlmann.

Wenn sich Ankommen in einer Community als Wiedererkennen und -treffen von Mitgliedern messen lässt, dann war heute ein Ankunftstag. Ich habe jetzt alle Cozibo-Menschen kennengelernt, die ein oder andere vom letzten Zine-Stammtisch war wieder dabei und jemand von meiner letzten Zinetausch-Post. Und natürlich spannende neue Menschen! Meine Assoziationsaltlasten des Wortes Stammtisch (schwere Holztische, Wimpel in der Mitte, lokales Bier aus schweren Humpen) wurden angenehm überschrieben.

Zahlreiche Zines liegen aufgefächert auf meinem aufgeschlagenen Skizzenbuch.

J und ich hatten beide zum ersten Mal Zines zum Tauschen dabei und das hat den Stammtisch für mich um einen sehr reizvollen Aspekt erweitert. Wenn kleine Büchlein von Hand zu Hand wandern, erinnert mich das an das Sammelkartentauschen auf dem Schulhof früher—eine gute Erinnerung, die es wert ist, erneuert zu werden. Ich hatte meine Gedanken zum Alkoholverzicht dabei und habe ertauscht:

Ich hoffe, Landon verzeiht mir, wenn ich die wunderbare Rückseite seines Zines hier abdrucke:

You realize you can never go home again. Your old home is gone. You find that most of what you own isn’t important. You sell it or give it away. The things you keep may seem nonsensical. But they bring you comfort. And with their help, you can make a home for yourself.

Der nächste Stammtisch ist am 20.12. in Düsseldorf.

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